Laut F.C.I. Rassestandard muss der
Deutsche Schäferhund „[...] vom Wesensbild her ausgeglichen, nervenfest,
selbstsicher, absolut unbefangen und (außerhalb einer Reizlage) völlig
gutartig sein, dazu aufmerksam und führig. Er muss Triebverhalten,
Belastbarkeit und Selbstsicherheit besitzen, um als Begleit-, Wach-,
Schutz-, Dienst- und Hütehund geeignet zu sein.“ [4] Nervöse oder ängstliche
Tiere entsprechen nicht dem Wesen des Schäferhundes und lassen auf eine
schlechte Zucht und mangelnde Sozialisierung schließen.
Als sehr lernwillige, aber auch selbsbewußte Hunde, ist eine fortdauernde
konsequente Erziehung mit viel Geduld, positiver Bestärkung und Verständnis,
jedoch ohne Zwang, absolut notwendig. [5] [6]. Zum Zwingerhund degradiert
und damit zu geringen Sozialkontakts verurteilt, sowie der reizarmen
Umgebung, ist das Entstehen von Problemverhalten zu erwarten. Zu beachten
ist, dass der Schäferhund über einen ausgeprägten Schutztrieb verfügt.
Der Deutsche Schäferhund ist eine aktive Hunderasse, die viel Auslauf und
Beschäftigung benötigt. Hundesport ist bei dieser Rasse angebracht; eine
geistige Beschäftigung, die über reine körperliche Auslastung hinaus geht,
ist unabdingbar.
Als Familienhund, sollte er eine gute Erziehung genossen haben und genügend
geistige und körperliche Auslastung, ist er eine friedliebende,
ausgeglichene und ruhige Hunderasse, die ihr „Rudel“ schätzt und beschützt.
Der Deutsche Schäferhund ist mittelgroß, kräftig und stark bemuskelt, sollte
jedoch niemals schwerfällig dabei wirken. Er ist eher länger als hoch (im
Verhältnis 10:9), wobei der Widerrist den höchsten Punkt des Rückens bildet
und üblicherweise auch dort Maß genommen wird. Ist der Schäferhund
ausgewachsen sollte seine Schulterhöhe zwischen 60 und 65 Zentimeter
betragen, Hündinnen sollten zwischen 55 und 60 Zentimeter hoch sein.
Der Körperbau sollte trocken sein, ohne Fett oder loses Bindegewebe, mit
sich klar abzeichnenden Muskeln. Der Brustkorb ist tief und gut gewölbt. Die
Winkelung der Gliedmaßen bietet den größtmöglichen Schritt. Die Hinterhand
greift dabei bis über die Körpermitte vor und gibt so größtmöglichen Schub
von hinten. Der deutsche Schäferhund ist ein ausdauernder Traber.
Die Kopfform ist keilförmig, die Kopfgröße steht in gutem Verhältnis zum
restlichen Körper. Die Stirn ist nur wenig gewölbt, der Nasenrücken gerade.
Zugelassen ist ausschließlich eine schwarze Nase. Die Lippen sind straff,
trocken, dunkel gefärbt und schließen gut. Der Schäferhund verfügt über ein
Scherengebiss, ein Ober- oder Unterbiss ist nicht zulässig, dabei hat der
Welpe 28 und der erwachsene Schäferhund 42 Zähne.
Der Schäferhund hat Stehohren, deren Größe im guten Verhältnis zum Kopf
stehen sollte. Sie werden aufrecht und nach vorne gerichtet getragen. Die
Augen sind in jedem Falle dunkel und etwas schräg liegend. Es sollte beim
Anblick des Schäferhundes stets der Eindruck von Aufmerksamkeit erweckt
werden.
Die Rute wird sichelförmig und herabhängend getragen. Die Pfoten sind
rundlich und kurz, auch die Krallen sind kurz und kräftig. Sowohl Krallen
als auch Ballen sind von dunkler Farbe.
Quelle: Wikipedia