Der Rhodesian Ridgeback ist ein
sensibler, kluger Hund, der Teamarbeit schätzt, doch auch sehr eigenwillig
und durchsetzungsstark sein kann. Eine Eigenschaft dieser Hunde ist, dass
sie sich Fremden gegenüber zurückhaltend verhalten. Der Rhodesian Ridgeback
ist kein Hund für Anfänger in der Hundehaltung und sein/e Besitzer/in muss
über ein großes Einfühlungsvermögen und hohen Sachverstand verfügen, um die
der Rasse innewohnende „Sensibilität“ für ihre Umwelt nicht zu einem Problem
erwachsen zu lassen. Der Rhodesian Ridgeback ist ein „Spätentwickler“, was
seinen hohen Anspruch an Ausbildung und Führung unterstreicht. Es ist
wichtig, ihn liebevoll konsequent zu erziehen und ihn sinnvoll zu
beschäftigen.
Ob in seiner ursprünglichen Verwendung als Jagdhund für die Fährten- und
Schweißarbeit, als Mantrailer, Rettungshund, in Agility oder Obedience oder
im Lure-Coursing, der Ridgeback braucht Aufgaben. Der zu den Laufhunden
gehörende Rhodesian Ridgeback braucht Bewegung, ob Jogging oder am Fahrrad,
mehrere Stunden am Tag sind ein absolutes Muss. „Nur um den Block“ ist für
diesen ausdauernden und schnellen Hund keine adäquate Haltung.
Unter diesen Bedingungen ist der Ridgeback ein verlässlicher Begleiter, der
mit seinem Besitzer durch dick und dünn geht. Hauptsache, er ist „dabei“.
Viele Ridgebacks begleiten ihre Führer zur Arbeit ins Büro. Auch ein
Restaurantbesuch mit einem Ridgeback ist kein Problem, wenn er daran gewöhnt
ist.
Typische Ridgebacks sind bei fachkundiger Erziehung und Haltung gute
Familienhunde, zärtlich mit den Kleinen, liebevoll mit den Alten, immer zu
Aktion bereit, wenn sich Gelegenheit bietet, jedoch niemals aggressiv.
Ridgebacks haben ein untrügliches Gefühl für echte Bedrohung - man kann sich
deshalb in ihrer Gegenwart absolut sicher fühlen. Sein ausgeprägtes
Revierbewusstsein macht ihn zu einem zuverlässigen Wächter für Hof und
Familie. Seine Kraft und blitzschnelles Reaktionsvermögen darf man nicht
unterschätzen. Gerade noch schlafend, ist er bei einem ungewohnten Geräusch
in Sekundenbruchteilen an der verdächtigen Stelle und checkt ab, ob eine
Gefahr besteht.
Einen nicht gut sozialisierten, nicht ausgelasteten, nicht mit Hundeverstand
erzogenen Rhodesian Ridgeback um sich zu haben, führt unweigerlich zu
Problemen, die häufig die Abgabe dieses Tieres zur Folge haben.
Dieser Jagdhund für Großwild wird bis zu 69 cm groß und 36-38 kg schwer
(Rüde), Hündinnen bis 66cm und 30 - 32 kg.[1] Sein Haar ist kurz, dicht,
glatt und hell bis rot-weizenfarben. Augen und Nase erscheinen
zusammenpassend (dunkle Augen passen zu schwarzer Nase oder bernsteinfarbene
Augen zu heller „leberfarbener“ Nase). Die Ohren sind am Kopf dicht
anliegend, hoch angesetzt und mittelgroß.
Der Rhodesian Ridgeback zeichnet sich durch den sogenannten Ridge aus. Ridge
bezeichnet einen Haarkamm, bei dem das Fell entgegen der normalen
Haarwuchsrichtung wächst. Es gibt nur zwei Hunderassen, die diese
Besonderheit aufweisen: Der Rhodesian Ridgeback und der Thai Ridgeback.
Dieser deutlich abgesetzte Streifen bildet das auffälligste Merkmal dieser
Rasse.
HP des luxemburger Rhodesian Ridgeback Vereins:
www.rrc.lu
Quelle: Wikipedia